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Entstehung von conTAKT-net.ch

Entwicklung, Pilotphase und Umsetzung

In einem systematisch angelegten Entwicklungsprozess von zweieinhalb Jahren wurde ein Set von Förderungsleistungen entwickelt. Dazu gehörten eine Modellwebsite mit Fragen und Antworten zu Alltagsthemen, Audiofiles und eine Bilddatenbank. Beteiligt waren rund 100 engagierte MigrantInnen, SchweizerInnen, Integrationsfachleute und Fachleute aus Behörden und dem Migros-Kulturprozent.

In einer ersten Pilotphase wurde conTAKT-net.ch von 2006-2008 in Pilotgemeinden getestet. In der weiteren Umsetzungsphase von 2010-2012 haben weitere Gemeinden das Projekt umgesetzt. Parallel dazu wurde das Tool vom Migros-Kulturprozent laufend weiterentwickelt und optimiert. Seit September 2012 steht die komplett überarbeitete Modellwebseite für weitere Gemeinden zur Verfügung.

Nutzen von conTAKT-net.ch

Nutzen für die Gemeinden: «Infowebsite für MigrantInnen als Teil der Integrationsarbeit in der Gemeinde»

  • Die Infowebsite für MigrantInnen ist eine wichtige Ergänzung zur Beratung in der Gemeinde.
  • Die Gemeinde setzt die Infowebsite neben anderen Beratungsleistungen ein und nimmt so die Informationspflicht gemäss AuG verantwortungsvoll und umfassend wahr.
  • Das Internet ist ein modernes Kommunikationsmittel, das von der Migrationsbevölkerung rege genutzt wird. Die Informationen können in hoher Qualität, kostengünstig und effizient zur Verfügung gestellt werden. 
  • Die Informationen im Internet können immer aktuell angeboten werden.
  • Gut informierte MigrantInnen können sich schneller selbstständig zurechtfinden und sind schneller integriert.
  • Die Infowebsite für MigrantInnen kann innerhalb der Verwaltung die Informationsflüsse und -verfügbarkeit optimieren. Auch andere Fach- und Beratungsstellen können dieses Informationsgefäss nutzen.
  • Eine Gemeinde kann sich über eine gute Infowebsite für Neuzugezogene profilieren – zeitgemäss und alltagsnah.

Nutzen für MigrantInnen: «Sich willkommen fühlen»

  • Sie werden direkt angesprochen, einbezogen, ernst genommen und erleben eine Willkommenskultur.
  • Sie können sich über die Website alle relevanten Informationen beschaffen, um sich in der Gemeinde zurecht zu finden und zu integrieren.
  • Die Informationen dienen als gute Basis für ein Beratungsgespräch in der Gemeinde oder vertiefen die dort erhaltenen Informationen.
  • Durch die partizipative Erarbeitung der Infoseiten wird gewährleistet, dass die Inhalte den Bedürfnissen der MigrantInnen sowie NeuzuzügerInnen entsprechen und die Akzeptanz höher ist.

Begleitstudie

Der Forschungsbericht «Internet, Mediennutzung und Informationsbedürfnisse von Migranten» von Prof. Dr. Heinz Bonfadelli und lic. phil. Sara Signer des IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich vom Januar 2008 lieferte wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung des Tools.

Fazit der Studie: Informationen für MigrantInnen auf dem Internet bereitzustellen, macht Sinn! Das Internet nimmt im Leben der heutigen MigrantInnen einen wichtigen Stellenwert ein. 

  • Alltagsrelevante Informationen und Orientierungsangebote für MigrantInnen über das Internet bereitzustellen, scheint ein Erfolg versprechender, praktikabler und ein effektiver Weg zu sein.
  • Das Internet ersetzt jedoch keine Beratung und erreicht auch nicht alle MigrantInnen. Die Informationen müssen über verschiedene Kanäle gestreut werden.
  • Die per Internet angebotenen Informationen sollten bezüglich Inhalt, Aufmachung und Navigation aus der Nutzerperspektive konzipiert sein.
  • Durch die Partizipation von MigrantInnen beim Aufbau der Gemeindewebsites wird im Projekt conTAKT-net.ch dieser Anforderung besonders Rechnung getragen. 
  • Wichtig ist auch, dass nützliche Internetadressen für MigrantInnen in den Gemeinden z.B. über Bibliotheken, Schulen, Ärzte usw. bekannt gemacht werden (z.B. mittels Flyer).
Last Update: 24.5.2016, admin