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Erfahrung Nr. 1 «Internet gehört heute einfach dazu»
Erfahrungen aus den net-Gruppen und die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Internet im Leben der Migranten einen wichtigen Stellenwert einnimmt.
- Aus diesem Grunde sollte jede Gemeindewebsite spezifische Informationen für Migranten zur Verfügung stellen. Gemeinden nehmen so ihren Informationsauftrag ergänzend zu anderen Massnahmen mit einem modernen Kommunikationsmittel wahr.
- Sie können sich mit einer guten Infowebsite für Migranten als moderne Gemeinde profilieren, die auf die Bedürfnisse der Bürger eingeht und eine offene Willkommenskultur lebt.
Erfahrung Nr. 2 «Partizipation von Migranten und Einheimischen nützt allen»
Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von engagierten Migranten, Schweizern und Vertretern der Behörden beim Aufbau der Infowebsite für alle sehr wertvoll ist:
- Aus eigener Erfahrung wissen Migranten, welche Informationen Menschen in ihrer Situation brauchen. Sie fungieren als Bindeglied zwischen Migranten, Behörden und der Schweizer Bevölkerung. Sie engagieren sich und übernehmen Verantwortung.
- Migranten, die im Projekt mitwirken, setzen sich intensiv mit lokalen und regionalen Gegebenheiten auseinander, was auch ihrer eigenen Integration zuträglich ist.
- Gemeinden erfahren durch die Zusammenarbeit mit Migranten mehr über deren Informationsbedürfnisse, die ihnen in der Integrationsarbeit allgemein von Nutzen sind.
- Involvierte Einheimische erleben engagierte und verantwortungsbewusste Migranten und tragen dieses Bild in die Schweizer Bevölkerung.
Erfahrung Nr. 3 «Internet ersetzt keine Beratung – es ergänzt sie»
Das Internet kann in der Beratungssituation strukturierend wirken aber nie eine Beratung ersetzen.
- Migranten, die sich vorab informieren, können im Beratungsgespräch gezielte Fragen stellen und das Beratungsgespräch wird zum Dialog. Nach einem Beratungsgespräch können Migranten die Informationen im Internet nochmals in Ruhe studieren oder sich vertiefter informieren.
- Im Internet können Broschüren oder Flyer in unterschiedlichen Sprachen gestreut werden, ohne dass Druckkosten entstehen.
Erfahrung Nr. 4 «Gemeinden sind für die Infowebsite für Migranten verantwortlich»
- Gemeindewebsites entstehen idealerweise in einer interkulturellen Projektgruppe, der net-Gruppe, mit Vertretern aus migrantischen Kreisen, der Schweizer Bevölkerung und Behörden. So verbinden sich die alltagspraktischen Bedürfnisse der End-User mit der institutionellen Kompetenz der Gemeinde.
- Die Verantwortung für den Aufbau, die Pflege und die Weiterentwicklung der Website muss bei der Gemeinde angesiedelt sein, um Nachhaltigkeit sicherzustellen.