Forschungsbericht von Prof. Dr. Heinz Bonfadelli und lic. phil. Sara Signer des IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich vom Januar 2008.
Begleitstudie zum Projekt conTAKT-net.ch im Auftrag des Migros-Kulturprozent.
Die Versorgung der in der Schweiz lebenden Migranten mit Massenmedien kann als sehr gut bezeichnet werden.
Der Zugang zu Computer und Internet liegt bei den Befragten bei rund 90%.
Sie suchen Informationen für Freunde, Bekannte und Verwandte. Besonders jüngere Personen werden angefragt, Informationen im Netz zu suchen.
Internet wird noch vor Presse, Fernsehen und Radio als subjektiv wichtigstes Medium bewertet.
Rund 60 % der befragten Migranten nutzen das Internet täglich, weitere 20% mehrmals pro Woche.
Sie nutzen das Internet deutlich häufiger in deutscher bzw. französischer Sprache als in der Heimatsprache.
Grundsätzlich zeigten sich fast alle Migranten interessiert an der Schweiz. Die meisten bemühen sich, etwas über die Schweizer Kultur zu erfahren und zu lernen, was hier als «normal» gilt.
Der Themenbereich „Arbeit“ ist für die befragten Migranten bisher am schlechtesten abgedeckt. Zudem sind Migranten an Fragen in den Bereichen «Gesundheit», «Freizeit» und «Gemeinde» besonders interessiert.
Migranten fragen am häufigsten direkt bei der entsprechenden Stelle nach, von der sie eine Information brauchen.
An zweiter Stelle kommt bereits die Suche im Internet. An dritter und vierter Stelle erst werden Bekannte aus der Schweiz oder aus dem eigenen Heimatland als Informationsquelle angefragt
Neben dem Gebrauch von Suchmaschinen oder dem Zufall sind es meist Freunde und Bekannte, welche auf relevante Homepages hinweisen.